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Wussten Sie schon, dass das Wort "Coach" ursprünglich nicht der englischen
Sprache entstammt? Es kommt von dem ungarischen "kocsi", das soviel
bedeutet wie Kutsche oder Bus. Im Jahr 1556 erscheint dieser Begriff zum
ersten Mal in England. Was ist also ein Coach? Ein Coach ist ein Fahrzeug,
das Sie zu Ihrem Ziel bringt. Es bringt Sie von A nach B.
Ein Coach – und nun meine ich nicht den Bus, sondern den "Berater" – ist
eine Person, die Ihnen hilft von A nach B zu gelangen. Er oder sie hilft
Ihnen, Ihre Ziele zu erreichen.
Sicherlich gibt es viele Methoden und Hilfsmittel, die Coaches einsetzen
können, um ihre Klienten von A nach B zu führen. Ein Mittel, das ich hier
erwähnen möchte (als das erste in einer ganzen Reihe von Hilfsmitteln, die
in den nächsten Ausgaben vorgestellt werden) ist das Brainstorming.
Normalerweise hören Coaches zu und stellen Fragen, um ihren Klienten zu
helfen, ihre eigenen Lösungen zu finden. Es gibt jedoch Situationen, in
denen es für den Coach Sinn macht, Anregungen zu geben. Brainstorming kann
dabei von großer Hilfe sein. Denn es ermöglicht, gemeinsam mehr Ideen zu
entwickeln als der Coachee allein hervor bringen kann. Vergessen Sie bitte
nicht – falls Sie ein Coach sind – um Erlaubnis zu fragen, bevor Sie
dieses Mittel zum Einsatz bringen!
Der folgende Dialog soll als Beispiel dafür dienen, wie Brainstorming in
einer Coaching-Sitzung eingesetzt werden kann:
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Coachee: Ich komme einfach nicht weiter
mit ...
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Coach: Was würden Sie gerne tun?
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Coachee: Ich weiß es nicht. Was würden Sie mir empfehlen?
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Coach: Was halten Sie von einem gemeinsamen Brainstorming?
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Coachee: Ja, warum nicht?
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Coach: In Ordnung. Ich schlage vor, dass wir damit beginnen,
alle Gedanken und Ideen aufzuschreiben, die Ihnen gerade in den Sinn
kommen. Haben wir alle zu Papier gebracht, überlegen wir, was davon
möglich wäre.
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Coachee: Gut. Ich könnte zum Beispiel ...
Ein solches Brainstorming kann Coachees helfen, mehr Optionen zu
entdecken, um von A nach B zu gelangen. Dieses Mittel hilft gerade auch
dann, wenn Ihr Klient anfangs glaubte, nicht zu wissen, was er tun solle.
Mindestens fünf Optionen sollten schließlich zur Auswahl stehen. Nach
wissenschaftlichen Kriterien bildet das eine gute Grundlage, um eine
ideale Lösung zu finden. Achten Sie also bitte darauf, dass Sie den
Coachee immer wieder fragen: "Was fällt Ihnen sonst noch ein? … Was noch?
… Und was noch?" Hin und wieder können Sie auch eigene Anregungen geben.
Sie sollten aber unbedingt darauf achten, dass ihr Coachee zumindest zwei
Drittel aller Ideen beiträgt.
[Fortsetzung: September 2004]
Christoph Schalk lebt mit seiner Familie in Würzburg und leitet das
internationale Berater-Netzwerk des Instituts für natürliche
Gemeindeentwicklung. |