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November 2004 |
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Helmut Potzinger
Eine Starthilfe für Hauskirchen |
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Aller Anfang ist schwer... Ist das auch bei Hauskirchen so? Man lädt Leute
ein und erklärt ihnen, dass man eine Hauskirche eröffnen will, dass man
zukünftig zusammen essen, lehren, teilen und beten will. Der
obligatorische Zehnte soll nun in die Hauskirche fließen, um so in das
Reich Gottes zu säen und Gottes Segen zu empfangen. Ist doch eigentlich
ganz einfach. Spätestens nach dem ersten Treffen zeigt sich jedoch: Es ist
überhaupt nicht einfach.
Erste Schwierigkeiten bahnen sich an: Die Leute verstehen den Sinn nicht.
Sie haben ganz andere Vorstellungen und können sich nicht so oft treffen.
Aufgrund anderer Verpflichtungen können und wollen sie nicht so viel Zeit
aufwenden. Sie brauchen feste Zeiten, damit sie planen können. Mit den
Finanzen sieht es auch nicht so gut aus. Sie argumentieren, dass
Hauskirchen nur in fernen Ländern möglich sind, nicht aber hier in Europa,
wo es den Menschen doch so gut geht. Es gibt zwar Probleme in der
bisherigen Gemeinde, aber die werden bewältigt -- und Christen werden ja
auch in traditionellen Gemeinden ein bisschen gesegnet. Die Menschen
fragen: "Warum muss ich mich verändern? Ich komme auch so durch und warte
bis Jesus wieder kommt." Wie will man mit solchen Menschen Hauskirche
leben?
Ich glaube, es ist doch nicht einfach...
Rezepte und Betriebsanleitungen zur Gründung von Hauskirchen gibt es
nicht. Und wenn Sie an irgendeiner Stelle eine solche finden, dann kann es
nicht um Hauskirche gehen. Gemeinde ist eine Erfindung des Himmels. So wie
es für Menschen keine Betriebsanleitungen gibt, gibt es auch keine für
Gemeinde. So wie man von chinesischer Medizin lernen kann (der Mensch ist
ein vernetzter Organismus, in dem die Zusammenhänge biotisch und nicht
technisch sind), kann man auch von der chinesischen Hauskirchenbewegung
lernen: Gemeinden sind ein Organismus, der durch Gottes Geist lebendig
ist. In diesem Organismus wird nicht einfach etwas gegründet, sondern
Leben geboren.
Auf dem Hintergrund meiner Erfahrung -- nach vielen Besuchen bei
bestehenden Hauskirchen, die entweder funktionieren, stecken geblieben
sind oder neu anfangen wollen, aber nicht wissen wie und Kreisen von
Leuten, die sich von Gemeinden verabschiedet haben und auf etwas Neues
warten -- möchte ich einige Starthilfen für einen Neuanfang in Hauskirchen
geben:
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1. |
Nimm dir Zeit und pflege eine intime Beziehung zu Jesus.
Frage ihn, was für dich jetzt dran ist. Kehre um von falschen
religiösen Mustern, die dein Leben bestimmt haben. Suche Gott neu
und werde radikal (kommt aus dem Lateinischen und heißt "an die
Wurzel gehend") für Jesus. Lasse dich von Jesus verändern und gehe
mit ihm neue Schritte. |
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2. |
Überprüfe dein Motive: Warum will ich Hauskirche leben? Was
bewegt mich in meinem Herzen? Frust aus Erfahrungen mit anderen
Gemeinden oder die Motivation, es besser als die anderen machen zu
wollen, sind wenig hilfreich. |
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3. |
Prüfe: Habe ich die Voraussetzungen, um eine Hauskirche
starten zu können (Kenne ich meine Berufung? Meine geistlichen Gaben
und Fähigkeiten? Habe ich ein Vater- oder Mutterherz)? |
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4. |
Lasse dich vom Heiligen Geist führen und fange an, echt zu
sein. Zeige dich mit deinen guten und auch mit deinen schlechten
Seiten. Verstecke sie nicht. Sonst kommen sie zu einem für dich
ungünstigen Zeitpunkt ans Licht. |
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5. |
Lasse dir vom Heiligen Geist Menschen zeigen und fange an,
für sie zu beten, sie zu lieben und dich um sie zu kümmern. |
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6. |
Halte Ausschau nach Menschen, die noch nie von Jesus gehört
haben. Suche sie nicht in der Ferne. Dein Nachbar wartet vielleicht
auf dich. |
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7. |
Beginne, zu diesen Menschen eine Beziehung aufzubauen und
lasse sie Anteil haben an deinem Leben. |
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8. |
Erzähle ihnen von der Liebe Gottes, begegne ihnen, dort wo
sie stehen. Hole sie in ihrer Situation ab und führe sie hin zu
Jesus. Erzähle von dem, was Jesus in deinem Leben tut. Du
repräsentierst Jesus. Er lebt in dir und will sich durch dich
offenbaren. |
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9. |
Fange an, Menschen zu taufen. Bete für Heilungen und
empfange neuen Glauben, dass Gott auch heute Wunder tut. Stehe auf
und werde mündig (wie in Eph 4,14 beschrieben). |
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10. |
Finanzen: Rede konkret über das Thema Geld und die
Auswirkungen des Gebens (ein Segen im Reich Gottes). Lerne zu geben
und zu empfangen -- eine neue Ära beginnt dann in deinem Leben. |
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11. |
Baue Beziehungen zu anderen Hauskirchenleitern auf und
tauscht eure Erfahrungen, Visionen und Ziele für eure Stadt oder
Region aus. |
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12. |
Plane Beziehungen nicht, sondern lasse sie wachsen durch
den Heiligen Geist. Lasse dich führen, folge in allem, was er dir
sagt, und du wirst gesegnet werden, auch um ein großer Segen für
andere zu sein. |
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Es ist ganz einfach - lebe nur! |
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Helmut Potzinger lebt
mit anderen Christen zusammen Hauskirche in Ludwigshafen und unterstützt
mit seiner prophetischen Begabung Hauskirchen in Süddeutschland. [
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Petr Cincala
Wie Sie von bedarfsorientierter
NGE-Forschung profitieren |
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In diesem Artikel möchte ich ein neues Angebot der Natürlichen
Gemeindeentwicklung (NGE) vorstellen: bedarfsorientierte Forschung.
Hierbei handelt es sich um individuelle Forschungsanfragen, die über das
grundlegende NGE-Gemeindeprofil und/oder die Detailanalyse (jetzt:
Profil Plus) einer Ortsgemeinde hinausgehen. Da dabei die Daten der
ständig wachsenden internationalen NGE-Datenbank herangezogen und
verarbeitet werden, ermöglichen solche individuellen Forschungsprojekte
auch, über die eigenen Gebietsgrenzen hinauszugehen. Eigene Fragen können
so geklärt und beantwortet, NGE-Umsetzungsprozesse optimiert und relevante
Materialien für die eigene Situation entwickelt werden.
Im Folgenden möchte ich auf dem Hintergrund vergangener Forschungsprojekte
mehrere Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie von bedarfsorientierter
NGE-Forschung in der Zukunft profitieren können. Dabei wird deutlich, wie
Leiter, Pastoren, Coaches, Studenten sowie Leiter von Gemeindeverbänden
und Nationale NGE-Partner dieses Angebot nutzen können.
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1. |
Sie leiten eine sich gesund entwickelnde Gemeinde. Andere
Gemeindeleiter werden auf Sie aufmerksam und beginnen, ihre Fragen
an Sie zu richten: “Was ist dein 'Erfolgsgeheimnis'? Was können wir
von deinem Dienst lernen? Welche Faktoren tragen zu deinem Gelingen
bei?” Höchstwahrscheinlich kennen Sie Ihr Erfolgsgeheimnis
(zumindest denken Sie, dass Sie es kennen) und sind gerne bereit,
darüber Auskunft zu geben. Doch zuvor möchten Sie sicher gehen, dass
sich Ihre Erklärung nicht auf bloße Vermutungen gründet. Sie möchten
sich auf Forschungsergebnisse stützen und Prinzipien weitergeben,
die tatsächlich übertragbar sind.
Beispiel: In einem Forschungsprojekt
kristallisierten sich zwei Gruppierungen von Gemeinden heraus. In
beiden Gruppierungen gehörten die Gemeinden zu ganz
unterschiedlichen Gemeindeverbänden. Die eine Gruppe unterschied
sich von der anderen durch höhere Qualitätswerte. Die Leiter der
gesünderen Gemeinden wollten dieses Ergebnis besser verstehen und
regten eine genauere Untersuchung an. Diese zeigte schließlich, dass
die gesündere Gruppe sich hauptsächlich aus charismatischen,
jüngeren Gemeinden zusammensetzte, während die andere Gruppe aus
eher traditionellen Gemeinden bestand. Die gesünderen Gemeinden
zeigten eine größere Veränderungsbereitschaft und einen stärkeren
Zusammenhalt durch ganzheitliche Kleingruppen. Darüber hinaus waren
sie beim Einsatz geistlicher Gaben im Dienst wirkungsvoller als die
anderen Gemeinden. |
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2. |
Als Pastor und/oder Coach sind Sie auf der Suche nach guten
Ressourcen, die Ihnen dabei helfen, den Minimumfaktor Ihrer Gemeinde
zu verbessern. Vielleicht können Sie von anderen Gemeinden lernen
und bestimmte Fehler vermeiden, die diese bei Ihrer Arbeit am
gleichen Minimumfaktor in der Vergangenheit gemacht haben. Wo gibt
es Gemeinden, die sich gut entwickeln und Ihnen als Vorbild dienen
können?
Beispiel: Eine große Gemeinde erreichte hohe Werte
in Bezug auf sieben der acht NGE-Qualitätsmerkmale – mit Ausnahme
von Gabenorientierter Mitarbeit. Dieser Wert fiel so niedrig aus,
dass der Pastor und sein Team um eine bedarfsorientierte Analyse
baten. Diese brachte Folgendes ans Licht: Alle Gemeinden dieses
Verbandes (weltweit) erreichten in ihren Profilen hohe
Qualitätswerte (besonders im Bereich Liebevolle Beziehungen). Im
Bereich Gabenorientierter Mitarbeit schnitten sie aber alle schlecht
ab. Dieses Ergebnis löste ein ernsthaftes Nachdenken im
Gemeindeverband über das eigene Gemeindeleben in diesem Bereich aus. |
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3. |
Sie tragen Leitungsverantwortung in Ihrem Gemeindeverband
und haben eine Vision für gesunde Gemeinden. Eine Reihe von
Gemeinden aus Ihrem Verband hat ein NGE-Gemeindeprofil erhoben.
Dabei stellt sich heraus, dass nur wenige dieser Gemeinden auch
gesunde Gemeinden sind. Sie fragen sich nach den konkreten
Wachstumsbarrieren in diesen Gemeinden. Gibt es vielleicht sogar
einen gemeinsamen Faktor, der eine gesunde Gemeindeentwicklung
verhindert? Gibt es einen Bereich, der Ihrer besonderen
Aufmerksamkeit bedarf? Werden vielleicht mehr Ressourcen benötigt,
die die theologische Tradition Ihres Verbandes berücksichtigen?
Beispiel: Ein bestimmter Gemeindeverband richtete
eine individuelle Forschungsanfrage an uns. Nachdem alle notwendigen
Daten gesammelt waren, stellte eine bedarfsorientierte Analyse zwei
Faktoren heraus, die sich besonders positiv auf die Qualitätswerte
in den acht Beeichen auswirkten und so die gesunde Entwicklung von
Gemeinden förderten. Einer dieser Faktoren lag in dem Ausmaß, in dem
sich Gemeindeglieder an Kleingruppen beteiligten (siehe Grafik). |
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4. |
Sie sind seit geraumer Zeit als NGE-Berater in Ihrem
Gemeindeverband tätig – und das mit Erfolg. Die Leitung Ihres
Gemeindeverbandes hat Sie deshalb gebeten, ihren Dienst auszuweiten.
Dennoch scheint die Überzeugung, dass andere Gemeinden von Ihrem
Dienst profitieren, nicht sehr groß zu sein. Ihr Budget wird
gekürzt. Nun gilt es, erst einmal Überzeugungsarbeit zu leisten.
Dazu brauchen Sie Forschungsergebnisse, die aufzeigen, wie
Gemeinden, die die NGE-Prinzipien anwenden, nicht nur an Gesundheit
und Qualität wachsen, sondern auch ein größeres Wachstumspotenzial
haben.
Beispiel: Ein NGE-Berater befand sich in einer
ähnlichen Situation und bat um eine bedarfsorientierte Analyse.
Diese sollte die Veränderungen und das Wachstum in den Gemeinden
näher untersuchen, die sich auf den NGE-Prozess eingelassen und zwei
oder mehr Profile erhoben hatten: Kann man bei den Gliedern von
Gemeinden, die sich gesund entwickeln, auch eine zunehmende Hingabe
und wachsende Verantwortungsbereitschaft wahrnehmen? Wird in
gesünderen Gemeinden beispielsweise mehr Geld für missionarische
Projekte gespendet als in anderen? |
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5. |
Als Student und/oder Forscher wollen Sie Ihr Wissen zu
bestimmten Fragen der Gemeindepraxis erweitern. Sie sammeln dazu all
die Informationen, die Sie bekommen können. Da der NGE-Fragebogen
Fragen enthält, die mit Ihrem Forschungsthema zu tun haben, bitten
Sie auch um eine bedarfsorientierte Analyse, um Antworten auf Ihre
konkreten Fragen zu finden. Zum Beispiel: Sie versuchen
herauszufinden, inwiefern sich der Leitungsstil eines Pastors auf
das Gemeindewachstum und die gesunde Entwicklung von Gemeinden
auswirkt. |
Die internationale NGE-Datenbank steht nun zur Verfügung.
Viele Menschen haben viel Zeit und Energie in diese großartige
Informationsquelle investiert, um von ihr zu lernen. Eine
Möglichkeit, um dieses Potenzial auszuschöpfen, besteht in
individuellen und bedarfsorientierten Forschungsprojekten.
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Wenn Sie eine individuelle NGE-Forschungsanfrage haben und
diese verfolgen möchten, gehen Sie bitte wie folgt vor:
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Senden Sie per E-Mail eine Beschreibung Ihrer Anfrage ("Auf
welche Frage/welches Problem suchen Sie eine Antwort?") an NCD
International (office@ncdnet.org).
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Wir überprüfen dann, ob unsere Datenbank dafür geeignet
ist, Antworten auf Ihre Fragen zu finden.
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Sollte das der Fall sein, werden wir den ungefähren
Zeitaufwand für die notwendigen statistischen Berechnungen schätzen
und Ihnen einen Kostenvoranschlag für Ihr Forschungsprojekt
unterbreiten.
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Erklären Sie sich bereit, die entsprechenden Kosten zu
übernehmen, werden wir mit der Forschungsarbeit beginnen.
Normalerweise können Sie innerhalb weniger Tage mit einem Bericht
von uns über die Forschungsergebnissen rechnen.
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Petr Cincala (PhD)
lebt in der Tschechischen Republik und ist als Research Manager für das
Institut für natürliche Gemeindeentwicklung International tätig. |
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©
2004 by CoachNet D.A.CH. |
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