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Die Anfänge der
natürlichen Gemeindeentwicklung in Schweden (NCD Sweden) gehen zurück ins
Jahr 2000. Damals wurde von einer schwedischen Denomination ein nationaler
NGE-Dienst ins Leben gerufen. Heute wird die NGE in allen Denominationen
eingesetzt. Mehr-und-bessere-Gemeinden.net (MBG.net) sprach mit
Klas Eriksson und Tomas Arvidson, den Vertretern des nationalen
NGE-Partners in Schweden. Erfahren Sie mehr über diesen Dienst und wie
Ortsgemeinden davon profitieren.
eNCDine: Wie kam es zu der Gründung
von NCD Sweden?
NCD Sweden: Viele Gemeindeverbände in
Schweden machten sich Mitte der 90er Jahre daran, Programme für die
Gemeindeentwicklung zu entwickeln. Ende der 90er Jahre begann dann die
Baptist Union, mit Coaches zu arbeiten und suchte nach guten
Arbeitsmaterialien. Einer unserer Coaches brachte 1999, nach einem Besuch
in Großbritannien, das Buch Die natürliche Gemeindeentwicklung von
Christian A. Schwarz mit nach Hause. Nachdem wir das Buch gelesen hatten,
integrierten wir die acht Qualitätsmerkmale in unser Programm. Ein Jahr
später entwickelten wir die nationale Norm und wurden ganz offiziell
NGE-Partner für Schweden. Dieser Entwicklungsprozess war in Schweden von
Anfang an ein ökumenischer. So waren bei der nationalen Gemeindestichprobe
zur Normierung des Gemeindeprofils Gemeinden aller Denominationen in
Schweden beteiligt. Offiziell ist auch heute noch die Baptist Union
der nationale NGE-Partner in Schweden. Geleitet und verantwortet wird der
Dienst aber von einer ökumenischen Gruppe.
eNCDine: Wie läuft der NGE-Dienst
zurzeit in Ihrem Land?
NCD Sweden: Der Dienst läuft gut und
entwickelt sich nach und nach in allen Gemeindeverbänden. Bis jetzt haben
etwa 250 Gemeinden Profile erhoben. Insgesamt wurden etwa 300
Gemeindeprofile erstellt.
eNCDine: Worauf kommt es Ihrer
Meinung nach an, um NGE in einer Ortsgemeinde fruchtbar zu machen?
NCD Sweden: Sicherlich spielen hier
unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Die vielleicht wichtigsten sehen wir
in:
-
einem ganzheitlichen und biotischen Ansatz der
Gemeindeentwicklung,
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einem langfristig angelegten Prozess mit einem Coach und
-
einem Schwerpunkt auf Prinzipien und Qualität statt Modellen
und Quantität.
eNCDine: Bilden Sie Coaches und
Pastoren aus? Wie?
NCD Sweden: Auf nationaler Ebene
bieten wir zunächst ein eintägiges Einführungsseminar an. Zur Ergänzung
besuchen die Teilnehmer mit einem erfahrenen Coach zumindest eine
NGE-Gemeinde. Außerdem laden wir als nationaler NGE-Partner alle Coaches
jährlich zu einem zweitägigen Trainingsseminar ein.
Darüber hinaus haben die Denominationen die
Verantwortung für das Training ihrer Coaches und Pastoren übernommen. Alle
Coaches sind unter Vertrag und verpflichtet, jährlich an
Trainingsseminaren teilzunehmen. So bieten wir in der Baptist Union –
gemeinsam mit der methodistischen Kirche – zwei weitere Seminare für
unsere NGE-Coaches im Jahresrhythmus an.
Über das Coach-Training hinaus bieten wir
auch speziell für Pastoren in NGE-Gemeinden jährliche Trainingsseminare
an. Dabei findet einmal jährlich auch ein Seminar für die
NGE-Umsetzungsteams in den Ortsgemeinden statt. Beide Angebote – für
Pastoren und Umsetzungsteams – werden von NGE-Coaches durchgeführt.
eNCDine: Wie profitieren schwedische
Pastoren von Ihrem vollzeitlichen NGE-Dienst? Welchen Herausforderungen
sehen Sie sich gegenüber?
NCD Sweden: Der größte Nutzen besteht
darin, dass wir dem Pastor dabei helfen, einen guten Coach zu finden. Ohne
Coach kann in Schweden keine Gemeinde ein NGE-Gemeindeprofil erheben!
Darüber hinaus laden wir Pastoren zu jährlichen Seminaren ein. An einigen
können sie zusammen mit ihren Umsetzungsteams vor Ort teilnehmen. Und wir
versorgen Sie natürlich mit NGE-Arbeitsmaterialien. Die größten
Herausforderungen für uns sehen wir darin, …
-
einen NGE-"Kaltstart" in den Gemeinden zu vermeiden,
-
einen NGE-Prozess langfristig am Leben zu erhalten (mit
mehreren Profilen) und
-
den Gemeinden dabei zu helfen, ein gesundes und gut
funktionierendes NGE-Team auszubilden
eNCDine: Im Oktober 2004 haben Sie am
NCD World Summit in Südafrika teilgenommen. Haben Sie etwas Neues gelernt,
das Sie jetzt in die Praxis umsetzen werden?
NCD Sweden: Der Summit war für uns
eine sehr inspirierende und ermutigende Erfahrung. Unser Eindruck war,
dass wir mit NGE in Schweden auf einem guten Weg sind. Wir entdeckten zwar
nichts wirklich Neues. Wir lernten aber neue Tools und Materialien aus
anderen Ländern kennen, die wir wahrscheinlich in Zukunft einsetzen
werden. Außerdem hatten wir die Gelegenheit, die nordische oder baltische
Kooperation zu entwickeln und zu vertiefen.
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